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Die Rochuskapelle
In der Lombardei verstarb im Jahr 1327 der Heilige Rochus (Rochus von Montpellier), der besonders in Hinsbeck und Leuth verehrt wird. Traditionell treffen sich am dritten Samstag im August die Gläubigen aus Hinsbeck und Leuth an der Rochuskapelle. Die vom Ende des 17. Jahrhunderts stammende Kapelle liegt versteckt unter hohen Laubbäumen an der alten Landstraße gegenüber Schloss Krickenbeck auf der westlichen, der Leuther Seite der Nette zwischen Hinsbecker Bruch und Schrolick.
Vor und nach der Messe ist die Kapelle zugänglich. Dann ist auch die Bemalung, ein Bild des Heiligen Rochus, zu betrachten, die der Hinsbecker Heimatmaler Jakob Lückertz schuf.
Die Straßengemeinschaft Hombergen pflegt die Kapelle und hält die Tradition aufrecht, nach dem Gottesdienst Apfeltaschen zum Kauf anzubieten.
Architektonisch ist die Kapelle eine schlichte, einschiffige Backsteinhalle mit flacher, dreiseitiger Abside und geschweiftem Fassadengiebel. Sie stellt aus architekturhistorischer Sicht ein Beispiel ländlicher Sakralarchitektur des ausgehenden 17. Jahrhunderts dar. Wegen der isolierten Lage der Kapelle wurde sie früher des öfteren beschädigt. 1972 wurde sie von Unbekannten innen total verwüstet, so dass die Rochusfigur in Hinsbecks St. Peter-Kirche überführt wurde.
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